Warum dieses Verzeichnis?
Weil die Bonner Kunstszene eine eigene Adresse verdient, die sich weder nach Tourismusbroschüre noch nach Stadtwerbung anfühlt.
Das Problem mit Galerieninfos im Netz
Wer in Bonn eine Galerie besuchen möchte, hat im Netz ein Problem. Die meisten Übersichtsseiten sind veraltet, unvollständig oder auf Städtetourismus ausgerichtet und damit für echte Kunstinteressierte kaum brauchbar. Google Maps ist besser, aber auch dort sind Öffnungszeiten oft falsch, manche Galerien erscheinen gar nicht, und die Qualität der Einträge variiert enorm.
galerienbonn.de versucht das zu lösen. Nicht mit einem Algorithmus, sondern mit direkter Recherche. Jede Galerie wurde einzeln überprüft: Adresse, Öffnungszeiten, Website, Telefonnummer, Google-Bewertungen. Was sich nicht verifizieren ließ, wurde entsprechend als nicht verifiziert markiert oder weggelassen.
Das klingt nach wenig Aufwand, ist es aber nicht. Galerienwebsites sind oft veraltet, Öffnungszeiten weichen von Google-Einträgen ab, Telefonnummern sind nicht mehr gültig. Für jede der vierzehn erfassten Kunstgalerien in Bonn wurden mehrere Quellen gegeneinandergeprüft, bevor ein Eintrag als verlässlich galt. Und auch danach gilt: Das kann sich ändern. Galerien schließen, ziehen um, passen ihre Öffnungszeiten an. Deshalb steht am Ende jeder Seite eine Möglichkeit, Korrekturen zu melden.
Was dieses Verzeichnis ist – und was nicht
galerienbonn.de ist ein redaktionelles Verzeichnis. Es gibt keine bezahlten Platzierungen, keine Werbeanzeigen, keine Gegenleistungen für gute Darstellung. Die Reihenfolge der Galerien folgt keiner Wertung. Wer unter den ersten steht, steht dort, weil die alphabetische oder redaktionelle Sortierung es so ergeben hat.
Was hier nicht zu finden ist: Galerien, die dauerhaft geschlossen haben, Kunsthandlungen, die eher Rahmen verkaufen als Kunst zeigen, und Orte, die zwar den Begriff Galerie im Namen führen, aber kein eigenständiges Ausstellungsprogramm betreiben.
Die Informationen werden regelmäßig aktualisiert. Fehler passieren trotzdem. Wenn eine Öffnungszeit falsch ist, eine Galerie umgezogen oder geschlossen hat, oder eine neue Kunstgalerie in Bonn eröffnet hat, sind Hinweise willkommen unter kontakt@galerienbonn.de.
Welche Galerien aufgenommen werden
Die Aufnahme ins Verzeichnis folgt drei Kriterien. Erstens muss die Galerie ein eigenständiges Ausstellungsprogramm haben, also regelmäßig wechselnde Ausstellungen zeigen, nicht nur Dauerware verkaufen. Zweitens muss sie in Bonn oder einem der direkt angrenzenden Stadtteile liegen. Drittens muss sie öffentlich zugänglich sein, zumindest zeitweise und nach Vereinbarung.
Kunstvereine sind explizit eingeschlossen, auch wenn sie keine kommerziellen Galerien im engeren Sinne sind. Der Bonner Kunstverein, das Künstlerforum Bonn und der Kunstverein Bad Godesberg gehören zu den aktivsten Ausstellungsorten der Stadt und wären in einem Galerienverzeichnis für Bonn ein klarer Fehler, wenn sie fehlten. Gleiches gilt für öffentliche Ausstellungsräume wie das Haus an der Redoute, das zwar von der Bezirksverwaltung betrieben wird, aber ein echtes, kuratorisch betreutes Programm hat.
Nicht aufgenommen werden Orte, die Kunst nur als Dekoration nutzen, Hotels mit Kunst an den Wänden, Cafés mit Galerieecke oder Rahmenbauer mit gelegentlichen Ausstellungen. Das sind keine Galerien im Sinne dieses Verzeichnisses.
Die Bonner Kunstszene – ein ehrliches Bild
Bonn ist keine Galeriemetropole. Das stimmt. Düsseldorf hat mehr, Köln hat mehr, Berlin sowieso. Aber Bonn hat etwas, das größere Städte oft verlieren: Überschaubarkeit. Man kann an einem einzigen Nachmittag mehrere Kunstgalerien in Bonn besuchen, ohne Stress, ohne lange Wege, ohne das Gefühl, in einer riesigen anonymen Kunstwelt zu verschwinden.
Die Szene ist klein genug, dass man in Galerien tatsächlich mit den Galeristen spricht. Dass man bei Vernissagen nicht im Gedränge untergeht. Dass man Künstlerinnen und Künstler kennenlernt, statt nur ihre Werke zu sehen. Das ist ein echter Vorteil, den Bonn gegenüber größeren Städten hat, und den dieses Verzeichnis sichtbar machen will.
Bad Godesberg zum Beispiel ist bei vielen Bonnern als Kunstort kaum auf dem Radar. Dabei konzentrieren sich dort gleich fünf Ausstellungsorte auf engem Raum: die Galerie Andreae, das Kunstkabinett Stefan Moll, die Galerie Carla Reul, der Kunstverein Bad Godesberg und das Haus an der Redoute. Wer einmal die Nacht der Galerien in Bad Godesberg erlebt hat, bei der alle gemeinsam öffnen, versteht, was dieser Stadtteil für die Bonner Kunstszene bedeutet.
Wer steckt dahinter?
galerienbonn.de ist ein Projekt der medienplus GmbH aus Meckenheim. Die medienplus GmbH ist eine Webdesign-Agentur mit Sitz im Rhein-Sieg-Kreis und hat schon einige Stadtverzeichnis- und Nischenprojekte im Bonner Raum realisiert. Das hier ist kein Kerngeschäft, sondern ein Nebenprojekt, das aus echtem Interesse an der Bonner Kulturszene entstanden ist.
Keine Galerie hat für ihre Aufnahme bezahlt. Keine Galerie wurde gebeten, im Gegenzug auf dieses Verzeichnis zu verlinken. Die Texte auf den Einzelseiten basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen, Google-Bewertungen und eigener Recherche. Zitate aus Bewertungen wurden sinngemäß paraphrasiert, nicht wörtlich übernommen.
Mehr zur medienplus GmbH unter medienplus.de.