Bad Godesberg · Öffentlicher Ausstellungsraum

Haus an der Redoute Bad Godesberg

📍 Kurfürstenallee 1a · 53177 Bonn-Bad Godesberg

Frei
Freier Eintritt
Städtischer Ausstellungsraum
Haus an der Redoute Bonn Bad Godesberg
Über den Ausstellungsraum

Frühklassizistischer Bau als Bühne für Bad Godesberger Kunst

Das Haus an der Redoute ist eines der ältesten und geschichtsträchtigsten Gebäude in Bonn-Bad Godesberg. Der frühklassizistische Bau an der Kurfürstenallee 1a geht auf das 18. Jahrhundert zurück und war historisch mit dem benachbarten Redoute-Theater verbunden, das unter dem Kurfürsten in den 1790er Jahren bespielt wurde. Seit 2011 nutzt die Bezirksverwaltungsstelle Bad Godesberg das Gebäude, und Räume im Untergeschoss stehen für Kunstausstellungen zur Verfügung.

Die Besonderheit des Ortes liegt in der klaren Ausrichtung: Wer hier ausstellt, muss einen direkten Bezug zu Bad Godesberg haben. Entweder lebt man dort, oder man arbeitet künstlerisch in diesem Stadtteil. Das macht das Haus an der Redoute zu einem genuinen Ort für lokale Kunstproduktion, ohne dass der Begriff "lokal" hier abwertend gemeint wäre. In den letzten Jahren haben Künstlerinnen und Künstler wie Günter Herzing, Brigitte Schlombs und verschiedene Mitglieder des BBK Bonn-Rhein-Sieg hier ausgestellt.

Der Eintritt ist kostenlos. Die Öffnungszeiten richten sich nach den jeweiligen Ausstellungen und liegen in der Regel mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr. Es empfiehlt sich, vorab auf bonn.de oder beim Bezirksamt zu prüfen, ob eine Ausstellung läuft.

Geschichte und Bedeutung des Gebäudes

Das Haus an der Redoute hat eine wechselvolle Geschichte. Es gehörte im 19. Jahrhundert dem Elberfelder Bankier Daniel Heinrich von der Heydt, später dessen Nachkommen, und wurde vielfach um- und ausgebaut. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde es von Kaufleuten und als Sommerresidenz genutzt. Der Name leitet sich von der benachbarten Redoute ab, einem Festsaal-Theater, das heute für Konzerte und Empfänge genutzt wird.

Für Kunstinteressierte ist der Ort doppelt interessant: Das Gebäude selbst ist ein Denkmal, der Raum atmet Geschichte. Und die Ausstellungen zeigen Kunst, die in direktem Zusammenhang mit dem Stadtteil steht. Was die großen Häuser an der Museumsmeile nicht leisten können und auch nicht leisten wollen, nämlich den direkten Bezug zu einem Ort, ist hier programmatisch.

Wer in Bad Godesberg zur Nacht der Galerien unterwegs ist, sollte das Haus an der Redoute nicht vergessen. Auch wenn es kein kommerzielles Galerienformat ist, hat es regelmäßig am abendlichen Gemeinschaftsprogramm teilgenommen.

Ausstellen im Haus an der Redoute

Wer selbst ausstellen möchte, kann sich bei der Bezirksverwaltungsstelle Bad Godesberg bewerben. Voraussetzung ist der direkte Bezug zu Bad Godesberg, sei es durch Wohnort oder künstlerischen Schwerpunkt. Die Bewerbung umfasst eine Auswahl eigener Werke, einen Lebenslauf und eine kurze Konzeptdarstellung. Ein Gremium aus Kunstexpertinnen und -experten entscheidet über die Aufnahme ins Ausstellungsprogramm.

Wer Interesse hat, kann sich an die Bezirksverwaltungsstelle Bad Godesberg wenden oder direkt über bonn.de informieren. Der Kontakt läuft über Jasmin Schillhabel.

Häufige Fragen zum Haus an der Redoute

Ein frühklassizistisches Gebäude in Bonn-Bad Godesberg, seit 2011 Sitz der Bezirksverwaltung. Im Untergeschoss werden wechselnde Kunstausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern mit Bad Godesberg-Bezug gezeigt.
Während laufender Ausstellungen in der Regel mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr. Öffnungszeiten variieren je nach Ausstellung – vorab auf bonn.de nachschauen oder beim Bezirksamt anfragen.
Ja, der Eintritt zu den Ausstellungen im Haus an der Redoute ist kostenlos.
Bewerber müssen einen Bezug zu Bad Godesberg haben. Die Bewerbung mit Werkauswahl und Konzept geht an die Bezirksverwaltungsstelle Bad Godesberg. Ein Expertengremium entscheidet über die Aufnahme.